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Dr. Heinz Plümer

Vorstand Platz

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IHR VORSTAND INFORMIERT:

Warum werden unsere Grüns überhaupt aerifiziert?


Durch das Betreten, Bespielen und Befahren werden die Böden der Grüns in ihrer physikalischen Eigenschaft recht schnell negativ verändert. Das Porenvolumen nimmt ab und in der Folge die Wasser und Luftdurchlässigkeit.
Wenn die empfindlichen Grünsgräser nicht mehr richtig atmen können, also das an den Wurzel entstehende Kohlendioxid nicht mit Sauerstoff ausgetauscht wird, ersticken sie an ihren eigenen Abgasen. Dieser notwendige Gasaustausch wird durch das Aerifizieren (Lüften) deutlich verbessert.

Welche Funktionen hat der Sauerstoff im Boden:

-Sauerstoff ist wichtiger Wachstumsfaktor
-Atmung der Wurzel ist Voraussetzung für Wasser und Nährstoffaufnahme
-Mikroorganismen brauchen Sauerstoff zum Abbau organischer Substanzen
-Sauerstoffmangel verstärkt Anaerobier im Boden
-Sauerstoffmangel führt zur Bildung von Faulgasen

Die Vorteile des Aerifizierens:

-verbesserter Gasaustausch
-erhöhte biologische Aktivität
-tiefere und dichtere Durchwurzelung
-größere Nähstoffverfügbarkeit
-schnellere Wasserabführung
-beschleunigter Filzabbau
-erhöhte Stresstoleranz der Gräser

Sie sehen also, das das Aerifizieren eine der wichtigsten Maßnahmen zur Gesunderhaltung unserer Grünflächen ist. Ich hoffe mit diesem kleinen Artikel Ihr Verständnis für unsere Pflegemaßnahmen erhöht zu haben. Unsere Grüns und Fairways brauchen Luft zum Leben, damit wir dauerhaft einen gepflegten und gesunden Golfplatz haben!

Dr. Heinz Plümer
Vorstand Platz


Bunkerzustand im DGC

Liebe Mitglieder,

durch die starken Regenfälle in den letzten Wochen wurden unsere Bunker sehr in Mitleidenschaft gezogen und wir möchten Ihnen hier kurz darstellen, warum und was passiert und welche Maßnahmen zur Verbesserung des Zustandes ergriffen werden.

In unseren stark modulierten Bunkern gibt es viele steile Wände, an die der Bunkersand angehäuft wird, aber immer der Schwerkraft gehorcht und langsam wieder herunterrutscht. Zumal auch die meisten Mitglieder herunter und nicht herauf harken.

Bei starken Regenfällen wird der Sand von den hohen Bunkerkanten mit dem Regenwasser zusammen heruntergespült und vermischt sich bei diesem Vorgang mit dem untenliegenden Sand und dem Mutterboden aus dem Planum, d.h. dem befestigten Grund des Bunkers. Bei sehr starken Regenfällen können durch die Kraft des Wassers auch die Drainageleitungen freigespült werden. Dann vermischt sich der Perlkies, in dem die Drainageleitungen eingebettet sind, auch noch mit dem Bunkersand.

Nach solchen starken Regenfällen schaufeln unsere Greenkeeper den heruntergewaschenen Sand mit der Schaufel in Handarbeit wieder nach oben. Bei 73 Bunkern sind es viele Schaufeln Sand, die bewegt werden müssen und das kann auch mal ein bißchen Zeit in Anspruch nehmen.

Die einzige Möglichkeit, die Bunker mit dem mit Mutterboden und Perlkies vermischten Sand wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu bringen, ist der komplette Sandaustausch in nahezu allen Bunkern. Es handelt sich hier um eine Gesamtmenge von ca. 800 Tonnen Sand, der in Handarbeit mit Schaufel und Schubkarre bewegt werden muss.

Zur Veranschauung: Ein großer LKW mit Anhänger kann 40 Tonnen Sand transportieren, bei 800 Tonnen wären das allein 20 Sattelzüge...

Unsere Platzmannschaft ist aber bis dahin immer sehr motiviert, die Bunker nach Regenfällen schnell wieder in Ordnung zu bringen. Das passiert natürlich neben dem normalen Mähprogramm, damit wir Ihnen einen rundum gepflegten Golfplatz zur Verfügung stellen können!


Dr. Heinz Plümer                                                          Philip Haude
Vorstand Platz                                                             Headgreenkeeper